Großer Erfolg für Projektleiterin Prof. Dr. Carolin Durst

Im Rahmen einer feierlichen Kick-Off-Veranstaltung am Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurde Vertretern der Hochschule Ansbach am 09.Dezember 2019 der Förderbescheid für das Projekt „Connected Guest Experience“ überreicht. Das von Prof. Dr. Carolin Durst geleitete und in Kooperation mit dem Burg Hotel Colmberg initiierte Projekt konnte mit innovativen Ideen zur Vernetzung des Tourismus in der Region Mittelfranken im Rahmen der bundesweiten Fördermaßnahme LIFT des BMWi und des Kompetenzentrums Tourismus des Bundes überzeugen.

“Connected Guest Experience” setzt sich gegen starke Konkurrenz durch

Überraschend viele Bewerber für die neue Fördermaßnahme habe es gegeben, so Staatssekretär Thomas Bareiß, der die Veranstaltung eröffnete. So bewarben sich insgesamt 162 touristische Betriebe und Organisationen aus ganz Deutschland, von denen nur 11 Projekte in die mit 1,5 Mio. Euro dotierte Fördermaßnahme aufgenommen wurden. Die geförderten Projekte decken dabei bereits viele Innovoationsfelder des Tourismus ab. So sind von digitalen Ansätzen zur Lenkung von Besucherströmen bis hin zur personalisierten Betreuung von Urlaubsgästen und der Steigerung der Qualität des Urlaubserlebnisses viele innovative Ideen vertreten. Auch das brandaktuelle Thema Nachhaltigkeit/Umweltschutz ist bei einigen der geförderten Projekte ein Schwerpunkt.

Campus-Projekt soll verkrustete Strukturen in der Tourismus-Region aufbrechen

So vielfältig wie die Projekte selbst sind auch deren Ansiedlungspunkte in ganz Deutschland – ob Großstadt, ländlicher Raum oder Naturpark, alles ist vertreten. „Connected Guest Experience“ widmet sich der Region Romantisches Franken rund um das mittelalterliche Städtchen Rothenburg ob der Tauber. Obgleich es sich dabei bereits ein um beliebtes Reiseziel für einheimische und internationale Gäste handelt, weiß Prof. Dr. Carolin Durst, Leiterin des Campus Rothenburg und Studiengangsleiterin Interkulturelles Management, dass trotzdem ein gravierendes Grundproblem bleibt: viele der Gäste bleiben nur für eine Nacht. Um die Potentiale der Region ausschöpfen zu können und die Gäste längerfristig zu binden, ist eine gezielte Vernetzung der Tourismusangebote nötig – der Campus Rothenburg bündelt dabei die Kompetenzen, die zur Umsetzung dieses Vorhabens nötig sind.

Innovation und eine über 1.000 Jahre alte Burg

Das Projekt „Connected Guest Experience“ verfolgt einen Bottom-Up-Ansatz: Ausgehend von dem Burg Hotel Colmberg sollen maßgeschneiderte Angebote mit geeigneten Kooperationspartnern entwickelt werden, um den Gästen ein einzigartiges Urlaubserlebnis zu bieten und in der Konsequenz die Aufenthaltsdauer zu steigern. Die so entstehenden Erlebnispakete sollen mithilfe moderner Digitaltechnik an verschiedenen Stellen in der Burg jederzeit abrufbar sein. Denn, so Burgherr Christian Unbehauen. „Gäste wollen heute 24/7 alles erreichbar haben, ihren Urlaub planen, ihre Ausflüge buchen können“. Für ihn ist klar: der Aufbruch in die digitale Welt ist für den regionalen Tourismus unabdingbar